Das Schulprogramm an der Ludwig-Geißler-Schule

Zunächst heiß diskutiert und umstritten, wurde das Schulprogramm schnell zum schulpolitischen Schwerpunkt an der Ludwig-Geißler-Schule. Ab 1997 beteiligte sich die LGS an dem landesweiten Pilotprojekt "Schulprogramm". Als Steuerungsgruppe wurde von der Gesamtkonferenz ein Ausschuss aus gewählten Vertreterinnen und Vertretern aller Schulformen und Fachbereiche eingerichtet.

Im Dezember 2000 legte die LGS dem Staatlichen Schulamt ihren Entwurf eines Schulprogramms vor, ein Dokument von 45 Seiten. Dann wurde es stiller um das Schulprogramm, was aber lediglich hieß, dass die Arbeit und die Projekte in den Abteilungen vorangingen, z.T. so rapide, dass die Kolleginnen und Kollegen mit einer Fortschreibung und Evaluation buchstäblich nicht mehr nachkamen. Bei der Umsetzung der ersten Version unseres Schulprogramms zeigte sich sogleich, dass der zunächst anvisierte Zeithorizont zu eng bemessen war. Es war unmöglich, neben der professionellen Bewältigung der schulischen Alltagsgeschäfte alle Projekte gleichzeitig und mit gleicher Intensität in Angriff zu nehmen.
SV plus wurde von der Schulprogrammgruppe sehr früh als Chance begriffen, Schulentwicklungsarbeit mit einer besseren personellen und finanziellen Ausstattung zu machen. Bei der Installierung der SV plus Steuerungsgruppe ergaben sich keine nennenswerten Konfliktlinien zu der Schulprogrammarbeit. So konnte die "Steuerungsgruppe Schulprogramm" in neuer Besetzung als "Steuerungsgruppe Modellprojekt Selbstverantwortung Plus" weitergeführt werden.
Hinsichtlich der Fortschreibung des Schulprogramms hat die Steuerungsgruppe zu Beginn des Modellprojekts beschlossen, dass die an der LGS aufgesetzten Projekte an die im Schulprogramm festgeschriebenen pädagogischen Grundsätze und Schwerpunkte anknüpfen sollten. Die Projektberichte (Projektidee, Projektstatusberichte, Abschlussberichte etc.) stellen die kontinuierliche Fortschreibung des Schulprogramms inhaltlich dar.
Allein durch das Modellprojekt SVPlus haben sich einige Randbedingungen geändert, einige der beschriebenen Entwicklungsziele des Schulprogramms sind erreicht worden, andere noch in der Umsetzung befindlich. Manche der Zielsetzungen mussten auch modifiziert werden, so z.B. die grundlegende Unterrichtsplanung mit der Einführung und Umsetzung des Lernfeldkonzeptes.
Als besonders positiv hat sich für unsere Arbeit erwiesen, auf eine Projektmanagementmethode verpflichtet zu werden, die professionell geschult werden konnte, und durch Q2E ein praktikables Evaluationsinstrument an die Hand zu bekommen. Sehr bald wurde deutlich, dass der durch die SV plus Projekte eingeleitete Entwicklungsprozess und die erreichten Ziele unumkehrbar für unsere Schule sind. Es herrscht Konsens, dass die eingeleiteten Entwicklungsprozesse über das Projektende hinaus an der LGS weitergeführt werden.

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Selbstverantwortung-Plus