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Das Modellprojekt
2005 startete das Hessische Kultusministerium auf der Basis eines Landtagsbeschlusses aller im Landtag vertretenen Parteien eine großangelegte Offensive zur Umgestaltung der Schulorganisation an Berufsschulen: das Modellprojekt "Selbstverantwortung plus" (SV plus). Ziel des Projektes war die nachhaltige Verbesserung der Qualität schulischer Arbeit, insbesondere des Unterrichts. Dazu wurde eine größere organisatorische und finanzielle Selbstverantwortung, Eigenständigkeit und ein Qualitätsmanagement erprobt.
Die Ludwig-Geißler-Schule gehörte zu den 17 Modellprojektschulen, die in Fortführung ihrer Schulprogrammarbeit zügig an die Umgestaltung der Schulorganisation gingen.
Das Modellprojekt endete am 31.12.2011. Ab dem 1.1.2012 wird die Ludwig-Geißler-Schule als "Selbstverantwortliche Berufliche Schule (SBS) in Hessen" geführt.
Die Schulorganisation
Weil die Umgestaltung der Schulorganisation zur mehr Selbstverantwortung z.T. über die im hessischen Schulgesetz vorgesehenen Regelungen hinausging, schlossen die betroffenen SV plus-Schulen mit dem Hessische Kultusministerium und dem Schulträger, vertreten durch das Staatliche Schulamt Hanau, eine Kooperationsvereinbarung ab, der ihnen einen Sonderstatus in der hessischen Schullandschaft einräumte. Die Ludwig-Geißler-Schule unterschrieb bereits am 17.10.2005 als erste Schule in Hessen die Kooperationsvereinbarung mit dem Kultusministerium und dem Schulträger.
Seit dem Schuljahr 2006/07 ist die Ludwig-Geißler-Schule im Bereich der Schulunterhaltung (Schulträgerhaushalt) und seit dem Schuljahr 2007/08 auch im Bereich der Personalausgaben (Landeshaushalt) vollständig budgetiert. Mit Beginn des Schuljahres 2008/09 trat die neue Schulverfassung an der LGS in Kraft, d.h. die Organisation der Schule wurde gemäß der Schulverfassung umgestellt. Das bedeutet eine größere Eigenständigkeit der Fraktale und eine effektivere Schulorganisation.
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Am 24.05.2007 besuchte die ehemalige Kultusministerin Karin Wolff die Ludwig-Geißler-Schule, um sich einen Eindruck über die Entwicklung und den Stand einer Modellprojektschule zu verschaffen. |
Kooperation durch SV plus
Allerdings beschränkte sich die Entwicklung und Umgestaltung der LGS nicht allein auf die Absicherung der rechtlichen und der finanziellen Seite. Die Entwicklung einer offenen, partizipativen Organisationsstruktur mit Teambildung auf allen Ebenen, begleitet von einer Intensivierung der Projektarbeit wurde ebenfalls gefördert. Immer mehr Kolleginnen und Kollegen waren in administrative Vorgänge und pädagogische Steuerungs- und Planungsprozesse eingebunden und nahmen eigenständig wichtige Aufgaben wahr. Fachteams beteiligten sich zunehmend durch konstruktive Vorschläge und im Rahmen zahlreicher SV plus-Projekte an der Weiterentwicklung des Unterrichts.
Bezüglich der Kooperation mit anderen Schulen und Institutionen wird im Rahmen der "Lernenden Region", einem Zusammenschluss verschiedener Aus- und Weiterbildungsträger im MKK und im Spessart, die Aktivitäten des Modellversuch DIFLEX, der inzwischen erfolgreich abgeschlossen wurde, weitergeführt.
Lehrer an beruflichen Schulen und Ausbilder der Wirtschaft werden gemeinsam in Team-, Methoden- und Projektmanagement geschult und damit in die Lage versetzt, den neuen Anforderungen des Lehrens und Lernens im Hinblick auf selbstgesteuertes und eigenverantwortliches Lernen als Vorbereitung auf ein lebensbegleitendes Lernen gerecht zu werden. In den vom Arbeitskreis "Wirtschaft-Schule" der "Lernenden Region" und unter Federführung der Industrie- und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern initiierten Steuerungsgruppen für einzelne Berufe organisieren betriebliche Ausbilder und Berufsschullehrer die Abstimmung zwischen schulischer und betrieblicher Ausbildung. Auch haben sich in einzelnen Bereichen schon konkrete Formen der unmittelbaren Kooperation zwischen einzelnen Ausbildungsbetrieben und der zuständigen Berufsschule entwickelt.
Qualitätsmanagement
Neu war die Implementierung eines Systems für Qualitätsmanagement,
Q2E (Qualität durch Entwicklung und Evaluation), welches eine Evaluierung der einzelnen Projekte bereits in ihrer Entwicklung berücksichtige und die Qualität der Arbeit erhöhen soll. Das Qualitätsmanagement wurde 2005 an der LGS eingeführt und im Dezember 2010 in einer externen Metaevaluation evaluiert.
Einen Überblick über das Q2E-System an der LGS gibt die Grafik "Individuelle Qualitätsentwicklung durch Kompetenz, Kontinuität und Kultur".
Koordiniert wurde das Projekt durch die Projektsteuerungsgruppe SV plus, die in jedem Handlungsfeld mit einem Mitglied
der Schulleitung und einem von der Gesamtkonferenz gewählten Vertreter besetzt
war.
Die Handlungsfelder
Im Zuge des Modellprojektes wurden sechs Handlungsfelder eingerichtet, in denen
zunächst ein bis zwei, dann aber darauf aufbauend weitere Teilprojekte zur
Schulentwicklung durchgeführt werden. Diese knüpften z.T. direkt an Projekte und
die Arbeit des Schulprogramms an, initiieren z.T. aber auch neue, weiterführende
Ideen.
Die sechs Handlungsfelder (HF1-6) im Modellprojekt SV plus waren:
In diesen 6 Handlungsfeldern entstanden bis jetzt folgende Teilprojekt, die
auf der Seite Teilprojekte detailliert vorgestellt werden.
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