Zerspanungsmechaniker
an der Ludwig-Geißler-Schule

Der/die Zerspanungsmechaniker/in stellt mittels spanender Verfahren metallene Präzisionsbauteile wie u.a. Radnaben, Zahnräder, Gewinde und Motorenteile für die Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrtindustrie sowie für die Medizintechnik her. Zu seinen/ihren Fertigkeiten zählen neben dem Einrichten und Warten von Dreh-, Schleif- und Fräsmaschinen, das Schreiben von CNC-Fertigungsprogrammen und das Prüfen der Maße und Oberflächenqualität eines Werkstücks. Der/die Zerspanungsmechaniker/in muss dazu geeignete Prüfverfahren und Prüfmittel auswählen, technische Zeichnungen und Unterlagen auswerten und gegebenenfalls fehlende Maßangaben bestimmen. Auch das Erstellen von Projekt- und Aufgabenbeschreibungen unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte sowie sicherheitstechnischer und terminlicher Vorgaben, zählen zum Aufgabenbereich eines/einer Zerspanungsmechanikers/in. Je nach Ausbildungsbetrieb kann zwischen verschiedenen Einsatz- und Ausbildungsgebieten wie Drehautomatensysteme, Drehmaschinensysteme, Fräsmaschinensysteme und Schleifmaschinensysteme unterschieden werden.

In der Regel handelt es sich bei der Ausbildung zum/zur Zerspanungsmechaniker/in um eine duale Ausbildung, die gleichzeitig in einem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule stattfindet. Als Ausbildungsbetrieb bieten sich Metall be- und verarbeitende Industriebetriebe an, in denen der Auszubildende unter Anleitung eines Ausbilders die nötigen Fertigkeiten eines/einer Zerspanungsmechanikers/in erlernt und in das selbstständige Arbeiten eingeführt wird. Während die Ausbildungsbetriebe für den praktischen Teil der Ausbildung zuständig sind, wird der theoretische Hintergrund in der Berufsschule gelegt. Im Unterricht stehen nach dem Lernfeldkonzept vor allem das handlungsorientierte, selbstständige Arbeiten und die Praxisorientierung im Vordergrund.

Die Ausbildungsdauer ist auf 3 1 / 2 Jahre festgelegt kann aber auf 3 Jahre verkürzt werden.

Die Abschlussprüfung wird von der Industrie- und Handelskammer abgenommen und teilt sich auf in die Abschlussprüfung Teil 1, die vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres absolviert wird und mit 40% in die Gesamtbewertung eingeht und in die Abschlussprüfung Teil 2, die mit 60% in die Gesamtbewertung einfließt und am Ende der Ausbildung abgelegt wird. Während sich Teil 1 aus einer Arbeitsaufgabe mit Fachgespräch und schriftlicher Aufgabenstellung zusammensetzt, werden im Teil 2 die Bereiche Arbeitsauftrag, Auftrags- und Funktionsanalyse, Fertigungstechnik und Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft.

Um den Beruf des/der Zerspanungsmechanikers/in erlernen zu können, ist rechtlich nach Berufsbildungsgesetz keine besondere schulische Vorbildung notwendig. In der Praxis wird allerdings der mittlere Bildungsabschluss bevorzugt.

Voraussetzungen wie Teamfähigkeit, Sorgfalt, Umsicht, Geschicklichkeit, Konzentrationsfähigkeit, Selbstständigkeit und räumliches Vorstellungsvermögen sollten allerdings erfüllt sein.


Zerspanungsmechaniker an Fräsmaschine (Auszubildender der Fa.Heraeus)

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