Kfz-Mechatroniker
an der Ludwig-Geißler-Schule

Die Ausbildung

Die Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker/in findet im dualen System statt. Dies bedeutet, dass die Auszubildenden den größten Teil ihrer Ausbildung bei einem handwerklichen Betrieb verbringen und dort den fachpraktischen Anteil ihrer Ausbildung absolvieren. Den anderen Teil ihrer Ausbildung leisten die angehenden Kraftfahrzeugmechatroniker/in in der Berufsschule ab, welche die theoretischen Grundlagen für die berufliche Tätigkeit legt. Der Unterricht in der Berufsschule gestaltet sich nach Lernfeldern, in dem Handlungsorientierung, Praxisnähe und vor allem Selbstständigkeit Prinzip sind.

Zu den »Lernfeldern für den Schwerpunkt PKW-Instandhaltung«

Um eine Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker/in beginnen zu können, ist keine besondere schulische Vorbildung erforderlich. Von Vorteil ist allerdings ein absolviertes Praktikum in einem handwerklichen Betrieb, ein gutes technisches Verständnis, gute Lese- und Schreibfertigkeiten sowie persönliche Stabilität.

Die Ausbild beträgt 3 1 / 2 Jahre.
Ab dem 3. Lehrjahr werden die Schwerpunkte auf die Bereiche Fahrzeugkommunikationstechnik, Motorradtechnik, Nutzfahrzeugtechnik und Personenkraftwagentechnik gelegt.

Die Abschlussprüfung, die von der Industrie- und Handelskammer abgenommen wird, wird in zwei zeitlich aufeinanderfolgenden Abschnitten abgenommen. Teil 1 der Abschlussprüfung findet vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt und beinhaltet eine Arbeitsaufgabe mit Gesprächsphase und schriftlicher Aufgabenstellung und geht mit 40 % in die Gesamtbewertung ein. Teil 2 der Abschlussprüfung geht mit 60% in die Gesamtbewertung ein und findet am Ende der Ausbildung statt. Neben den Bereichen Arbeitsauftrag und Auftrags-/ Funktionsanalyse werden auch die Bereiche Fertigungstechnik und Wirtschafts-/Sozialkunde geprüft.

Nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) gibt es rechtlich keine bestimmte schulische Bildungsvoraussetzung um sich als Industriemechaniker/in ausbilden zu lassen. Allerdings überwiegen bei den Einstellungen die mittleren Bildungsabschlüsse.

Als Voraussetzung sollten allerdings analytisches und logisches Denken, Ausdauer, und Teamfähigkeit mitgebracht werden.


In der Kfz-Werkstatt der Ludwig-Geißler-Schule.

Fahrzeugkommunikationstechnik

Die vornehmlichsten Aufgaben des/der Fahrzeugkommunikationstechnikers/in liegen im Einbau, in der Inbetriebnahme und in der Instandsetzung von komplexen fahrzeugtechnischen Systemen und IT-gestützten Einrichtungen wie Navigationsgeräten, Unterhaltungselektronik, Einparkhilfen oder Antiblockiersystemen. Neben der Kfz-Elektronik eignen sich die Auszubildenden auch die klassische Kfz-Mechanik an und sind dementsprechend auch an der Wartung und Reparatur von Fahrzeugen beteiligt. Die Analyse elektrischer, elektronischer und mechanischer Systeme gehört dabei ebenso zu der Aufgabe des/der Kraftfahrzeugmechatroniker/in - Fahrzeugkommunikationstechnik wie die Fehlerdiagnose mittels computergestützter Prüf- und Messgeräten, die Planung der Arbeitsabläufe und die Kundenberatung. Notwendige Informationen erhält der Kraftfahrzeugmechatroniker/in - Fahrzeugkommunikationstechniker u.a. aus technischen Unterlagen, Herstellerinformationen und Stromlaufplänen.

Nutzfahrzeugtechnik

Als Kraftfahrzeugmechatroniker/in mit dem Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik ist man vor allem für die Wartung und Instandsetzung von Nutzfahrzeugen für den gewerblichen Personen- und Gütertransport zuständig. Aber auch das Ausrüsten mit Sonderausstattungen wie Brems- und Lenkassistenten, Motormanagementsystemen oder das Prüfen und Diagnostizieren fahrzeugtechnischer mechatronischer Systeme gehören zum Aufgabenbereich dieses Schwerpunktes. Dabei muss er/sie sich in allen Bereichen der Fahrzeugtechnik: klassische Mechanik, Elektronik, Hydraulik und Pneumatik, auskennen und mit Hilfe mikroprozessorgesteuerter Mess- und Prüfgeräten elektrische, elektronische und mechanische Systeme analysieren. Dafür verwendet er/sie neben technischen Unterlagen, Herstellerinformationen und Schaltpläne.


Praxis und theoretische Ausbildung sind eng verzahnt.

Motorradtechnik

Kraftfahrzeugmechatroniker/in mit dem Schwerpunkt Motorradtechnik stellen einspurige Kraftfahrzeuge her, warten diese und setzen sie instand. Da das moderne Motorrad mit komplexen mechatronischen Systemen wie ABS und Einspritzanlagen ausgestattet ist, muss sich der/die Kraftfahrzeugmechatroniker/in dieses Schwerpunktes nicht nur in der klassischen Mechanik, sondern auch in der Elektronik auskennen. Durch die Analyse der elektrischen, elektronischen und mechanischen Systeme mit Hilfe computergestützter Mess- und Prüfsysteme können Fehler festgestellt werden und deren Ursachen behoben werden. Aber auch die individuelle Kundenberatung sowie der Umbau und die Restaurierung von Oldtimern gehören zum Aufgabengebiet eines/einer Kraftfahrzeugmechatronikers/in im Schwerpunkt Motorradtechnik

Personenkraftwagentechnik

Der/die Kraftfahrzeugmechatroniker/in mit dem Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik ist für die Instandhaltung und Inspektion von Personenkraftwagen verantwortlich. Neben der klassischen Kfz-Mechanik sind sie auch für die Kfz-Elektronik zuständig, analysieren und reparieren komplexe mechatronische und fahrzeugtechnische Systeme wie ABS, ESP, ASR, Automatikgetriebesteuerungen und Abgasreinigungssysteme und erstellen mit computergestützten Prüfsystemen Fehlerdiagnosen. Selbstverständlich gehört es auch zu den Aufgaben eines/einer Kraftfahrzeugmechatroniker/in - Personenkraftwagentechnik Kunden zu beraten, Kundenaufträge entgegen zunehmen und Arbeitsabläufe mittels technischer Unterlagen zu planen.

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