Die Ludwig-Geißler-Schule bietet folgende Schwerpunkte im beruflichen Gymnasium:
Das berufliche Gymnasium an der Ludwig-Geißler-Schule führt in drei Schuljahren zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur). Das am beruflichen Gymnasium erworbene Abiturzeugnis berechtigt zum Studium aller Fachrichtungen an allen Hochschulen und Universitäten in Deutschland.
Es bietet mit den Schwerpunkten Biologietechnik, Chemietechnik, Datenverarbeitungstechnik, Elektrotechnik oder Maschinenbau als jeweiliges Leistungsfach, den allgemein bildenden Fächern ein breites Bildungsangebot.
Bedingung für die Aufnahme ist die Versetzung in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe (Jahrgangsstufe 11 in einer G9 Schule oder Jahrgangsstufe 10 in einer G8 Schule) oder der mittlere Abschluss. Wurde der mittlere Abschluss an einer Realschule, einer additiven oder integrierten Gesamtschule oder an einer zweijährigen Berufsfachschule erworben, ist die Befürwortung in einem Gutachten der abgebenden Schule erforderlich. Die Befürwortung durch die Klassenkonferenz ist gegeben, wenn die bisherige Lernentwicklung, der Leistungsstand und die Arbeitshaltung eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht im beruflichen Gymnasium erwarten lassen.
Außerdem müssen beim mittleren Abschluss die Leistungen sowohl in den Fächern Deutsch, Mathematik, in der ersten Fremdsprache und in einer Naturwissenschaft als auch in den übrigen Fächern und Lernbereichen im Durchschnitt besser als befriedigend sein. (Notenbeispiel)
Bewerberinnen und Bewerber, die den Schulbesuch länger als ein Jahr unterbrochen haben (Wehrdienst- oder Ersatzdienstzeit zählt dabei nicht) oder die aus einer genehmigten, aber staatlich nicht anerkannten Ersatzschule oder aus einer ausländischen Schule in das berufliche Gymnasium aufgenommen werden wollen, müssen sich in der Regel einem Überprüfungsverfahren an der Ludwig-Geißler-Schule unterziehen. Das Überprüfungsverfahren wird in Deutsch, der ersten Fremdsprache und Mathematik schriftlich jeweils im Umfang einer Klassenarbeit durchgeführt. In Geschichte oder Politik und Wirtschaft sowie einer Naturwissenschaft ist jeweils eine mündliche Prüfung von 10 - 15 Minuten Dauer abzulegen.
Der dreijährige Schulbesuch gliedert sich in die beiden Halbjahre der Einführungsphase (E1 und E2) und in vier Halbjahre der Qualifikationsphase (Q1 bis Q4). Eine Versetzung findet in Form der Zulassung zur Qualifikationsphase nur einmal von der Einführungsphase in die Qualifikationsphase statt.
In der Einführungsphase erhalten Sie weitgehend Unterricht im Klassenverband. Die Einführungsphase dient zum einen dem Ausgleich von unterschiedlichen Voraussetzungen, zum anderen aber auch einer Vorbereitung auf die Denk- und Arbeitsweisen der folgenden Qualifikationsphase. Gleichzeitig werden die berufsbezogenen Vorkenntnisse in den jeweiligen Schwerpunkten erworben.
Die Qualifikationsphase ist im Kurssystem organisiert. Alle Schülerinnen und Schüler müssen zwei Leistungskurse belegen. Dazu wählen Sie am Ende der Einführungsphase das erste Leistungsfach aus folgenden Fächern aus: Deutsch, Englisch, Mathematik oder Physik. Das gewählte Schwerpunktfach (z.B. Biologietechnik) ist immer der 2. Leistungskurs im beruflichen Gymnasium.
In der Qualifikationsphase sind nicht mehr alle Fächer durchgängig verbindlich. Mit der Wahl von Leistungs- und Prüfungsfächern erfolgt eine gewisse Spezialisierung und Schwerpunktbildung nach persönlichen Interessen und Neigungen. Aus unserer Erfahrung sind es gerade die neuen Fächer und Inhalte, die eine erhöhte Lernmotivation auslösen. Von Bedeutung ist, dass diese Fächer eine berufstheoretische Bildung auf gymnasialem Niveau beinhalten.
Die Fächer im beruflichen Gymnasium werden in drei Aufgabenfelder gegliedert. In diesen Aufgabenfeldern unterrichten wir folgende Fächer:
Aufgabenfeld I: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Latein (in Kooperation mit einer gymnasialen Oberstufe in Haunau) und Kunst
Fremdsprachen: Es müssen zwei Fremdsprachen belegt werden. Die erste Fremdsprache an der LGS ist Englisch. Wenn Sie in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 in einer zweiten Fremdsprache unterrichtet wurden, sind Sie vom Unterricht in der zweiten Fremdsprache (Französisch oder Spanisch) befreit.
Aufgabenfeld II: Politik und Wirtschaft, Geschichte, Religionslehre und Ethik
Aufgabenfeld III: Mathematik, Informatik, Physik, Chemie, Biologie, Technikwissenschaft, Technologie, CAD, Fachpraxis, nach den Schwerpunkten ausgerichtet
Leistungsfächer: Technikwissenschaft ist für alle Schüler Leistungsfach. Das andere Leistungsfach können Sie aus Englisch, Mathematik, Physik und Deutsch wählen.
Sport wird für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich unterricht.
Am Ende der Jahrgangsstufe 13 steht die Abiturprüfung. Die beiden Leistungsfächer sind das 1. und 2. Prüfungsfach im Abitur. In beiden Fächern wird - wie auch im 3. Prüfungsfach - eine schriftliche und gegebenenfalls auch eine mündliche Prüfung abgelegt.
Das 4. Prüfungsfach ist eine mündliche Prüfung. Im 5. Prüfungsfach können folgende Prüfungsarten gewählt werden:
- mündliche Prüfung
- Präsentation
- besondere Lernleistung.
Die Abiturnote (Gesamtqualifikation) setzt sich sowohl aus den Leistungen in der Qualifikationsphase, d.h. aus den Zeugnisnoten der 4 Halbjahre 12 und 13, als auch aus den schriftlichen und mündlichen Prüfungen zusammen.
Wer das berufliche Gymnasium nach der Jahrgangsstufe 12 verlässt, erhält bei entsprechenden Leistungen den schulischen Teil der Fachhochschulreife zuerkannt. Das bedeutet, dass ein Studium an einer Fachhochschule mit dem Nachweis einer erfolgten Berufsausbildung oder eines mindestens einjährigen Berufspraktikums aufgenommen werden kann.
Integraler Bestandteil der Arbeit in der Qualifikationsphase ist die Studien- und Berufsorientierung. In diesem Rahmen absolvieren die Schülerinnen und Schüler in der Qualifikationsphase 2 (ehemals Jahrgangsstufe 12, 2. Halbjahr) ein Betriebs- oder Hochschulpraktikum oder müssen eine Facharbeit schreiben.
Hier finden Sie nähere Erläuterungen zu den Praktika und Listen möglicher Praktikumsbetriebe zum Download nach Fachbereichen geordnet.
Auch in einer so großen Schule wie der Ludwig-Geißler-Schule entwickeln die Schülerinnen und Schüler des beruflichen Gymnasiums schnell ein Zusammengehörigkeitsgefühl. In der Einführungsphase sorgen erfahrene Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer, ab der Qualifikationsphase Tutorinnen und Tutoren dafür, dass alle Bedingungen, die auf Ihrem persönlichen Weg zum Abitur eingehalten werden müssen, auch erfüllt werden.
Die Anmeldung erfolgt sind von ihren Erziehungsberechtigten bei der Schulleitung der abgebenden Schule bis zum 15. Februar für die LGS anzumelden. Andere Bewerber müssen sich bis spätestens 01. März im Sekretariat der Ludwig-Geißler-Schule, Akademiestraße 41, 63450 Hanau anmelden.
Folgende Unterlagen benötigen Sie zur Anmeldung:
- Ausgefülltes Anmeldeformular der Ludwig-Geißler-Schule
- Lichtbild neueren Datums
- Lebenslauf in Kurzform
- beglaubigte Fotokopie des Zeugnisses über den Mittleren Abschluss / Versetzungszeugnis in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe bzw. beglaubigte Fotokopie des Halbjahreszeugnisses
- Ausländische Bewerber (aus nicht EU-Staaten) müssen eine Aufenthaltsgenehmigung der Ausländerbehörde bei ihrer Anmeldung vorlegen
» Download des Anmeldeformulars
Bewerber, die das 19. Lebensjahr bzw. 21. Lebensjahr nach einer Ausbildung vollendet haben, können in das Berufl. Gymnasium nur dann aufgenommen werden, wenn das Platzangebot im gewählten Schwerpunkt dies zulässt!
Wir weisen darauf hin, dass auf die Wahl des Schwerpunkts kein Anspruch besteht, falls für einen Schwerpunkt zu viele Anmeldungen eingegangen sind.
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